Sizilien - Übersicht        
   
Übersicht

Die Kathedrale von Palermo aus dem 12. Jh
Die Kathedrale von Palermo aus dem 12. Jh
Die größte Insel des Mittelmeers bietet im Landesinneren abwechslungsreiche Landschaften und an der 1.484 km langen Küste schöne Strände. Mit der jahrtausende alten Kultur ist Sizilien in jeder Hinsicht lohnendes Reisziel.

Offizielle Website: > Sizilien (Sicilia)
Hauptstadt: > Palermo (Palermo)

Einwohner: ca. 5,05 Mio.
Fläche: 25703 km²


Provinzen (italienischer Name, Abkürzung):
Agrigent (Agrigento, AG)
Caltanissetta (Caltanissetta, CL)
Metropolitanstadt Catania (Catania, CT)
Enna (Enna, EN)
Metropolitanstadt Messina (Messina, ME)
Metropolitanstadt Palermo (Palermo, PA)
Ragusa (Ragusa, RG)
Syrakus (Siracusa, SR)
Trapani (Trapani, TP)


Sizilien ist geprägt durch seine wechselvolle Geschichte und die Vielfalt der Völker, die die Insel im Laufe der Jahrtausende bevölkerten.

2013 wurden der Vulkan Ätna, 2000 die Äolischen Inseln in das Weltnaturerbe der UNESCO erwählt. 2015 wurden das arabisch-normanische Palermo und die Kathedralen von Cefalù und Monreale, 2005 Syrakus und die Felskammergräber von Pantalica, 2002 die spätbarocken Städte des Val di Noto, 1997 die römische Villa von Casale mit ihren Mosaiken sowie die archäologische Stätten von Agrigent in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

> Stationen meiner Reise Ende September bis Anfang Oktober 2014

> Anreise
> Übernachten
> Literatur
> Impressionen
> Links
Lagekarte Sizilien

Lage-Karte Sizilien

Allgemeines
Erst im März 1861 nach Garibaldis gewaltsamen Eingreifen im Jahr zuvor, erfolgte - relativ spät - der Anschluß Siziliens an das italienische Mutterland.

Nach der griechischen Kolonisation von 750 v.Chr. bis etwa 212 v.Chr. galt Sizilien lediglich als römische Provinz und als Kornkammer Roms. Auf die mehr als tausend Jahre zählende römische Epoche folgte die arabische Epoche, dann die Epoche der Normannen und Staufer. Anschließend besetzten französische und spanische Herrscher die Insel Sizilien. Diese Kulturenvielfalt hat deutliche Spuren hinterlassen, die auch heute noch jeden Sizilienreisenden begeistern.

Insbesondere zählen hierzu die Tempelanlagen aus der griechischen Epoche in Agrigento, Selinunte, Segesta und Siracusa, die bestens erhalten sind. Ebenso findet man u.a. in Tindari und Taormina Reste griechisch/römischer Kulturen. In Palermo findet man großartige Bauten aus der Zeit der Araber und Normannen.

Neben den mannigfaltigen Kulturen bietet die größte Insel im Mittelmeer bezaubernde Landschaften inmitten von Lavafeldern an den Hängen des Ätna mit Zitronen- und Orangenhainen, Oliven- und Mandelbäumen, Weinbergen und den verschiedensten Blüten von Bougainvillea über Ginster, Hibiskus bis zum wilden Fenchel.

Im Westen der Insel findet heute noch bei Trapani, nahe der Egadischen Inseln, die traditionelle Salzgewinnung aus Meersalz statt.

Neben den Zitrusfrüchten, den Oliven und Mandeln ist der schmackhafte Wein, vom süßen Marsala bis zum trocken ausgebauten Ätnawein, ein ganz wesentliches Agrarprodukt Siziliens.

Touristisch ist die Insel mittels Flughäfen in Palermo und Catania, Eisenbahnverbindungen zwischen allen größeren Städten (der Eisenbahnverkehr von und zum Festland erfolgt mit speziellen Fähren über die Straße von Messina) und einem dichten und preiswerten Autobusnetz, bestens erschlossen.

Die oft erwähnte Mafia in Sizilien ist für den Sizilienreisenden, der als Devisenbringer gilt, eher ein Schutz vor Kleinkriminalität, statt eine Gefahr.

Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen gibt es in jeder Kategorie und zu moderaten Preisen in der Vor- und Nachsaison (Januar bis Juni und September bis Dezember).

Viele Küsten mit teilweise menschenleeren Stränden laden vom Mai bis Oktober zum Baden ein.

Ein besonderer Höhepunkt einer Sizilienreise bildet neben dem Besuch des griechisch/römischen Theaters in Taormina, eine Fahrt zum Ätna (bis ca. 2000 Meter per PKW möglich) und eine Besteigung des Gipfels mittels Führer.

Neben der Hauptinsel gibt es rund um Sizilien eine Vielzahl weiterer kleinerer Inseln, die touristisch besonders reizvoll sind.

© Klaus Jäger