Müßiggang und Gewalttätigkeit bestimmen den Alltag der sogenannten "Bulli" - der "Halbstarken" - in einer heruntergekommenen Vorstadt von Rom. Der Lauteste unter ihnen ist Vittorio, genannt "Accattone". Der Name bedeutet "Bettler", und dies erfüllt Vittorio mit einem gewissen Stolz. Er hat seine Frau und kleinen Kinder verlassen und wohnt mit Maddalena, einem Mädchen, das für ihn anschafft, bei der Ehefrau seines Freundes Ticio, der gerade eine Haftstrafe verbüßt. Auch Maddalena landet im Gefängnis, und Accattone muss für sich selbst aufkommen. Als er der unschuldigen Stella begegnet, will er ein neues Leben beginnen und versucht es mit richtiger Arbeit. Weil aber das Geld nicht reicht, verlegt er sich schließlich auf Diebstahl. Auf der Flucht vor der Polizei verunglückt Accattone tödlich. Pier Paolo Pasolinis Debütfilm "Accattone - Wer nie sein Brot mit Tränen aß" ist ein bestürzendes Sozialdrama im Stil des italienischen Neorealismus. Er wirkt sehr authentisch, weil er mit Laiendarstellern besetzt ist, die alle aus dem im Film dargestellten Milieu stammen.