Roadtrip durch Österreich und Italien        
   
Die besten Tipps
Es gibt viele Mittel und Wege, um gegen Fernweh vorzugehen. Ein beliebter nordamerikanischer Weg ist das Unternehmen eines Roadtrips. Dieser eignet sich besonders gut auf den Strecken Österreichs und Italiens. Um dem englischen Begriff auch in Europa gerecht zu werden, benötigt es dabei lediglich ein Paar Vorbereitungen.

Was ist ein Roadtrip?
Die meisten Reisenden kennen den Begriff „Roadtrip“ aus nordamerikanischen Filmen und Serien. Was genau der Begriff bedeutet, wird jedoch in den Darstellungen nicht erklärt. Oft entstehen in den Filmen nur kurze Eindrücke, welche den Roadtrip als überdurchschnittlich lange Autofahrt zeigen. Die Darsteller übernachten dabei meist abseits der Straßen im Auto oder in klassisch-amerikanischen Motels. Viele der in Filmen und Serien gezeigten Formen des Roadtrips kommen seiner eigentlichen Idee sehr nahe: keine festen Pläne und Vorgaben!

Der Begriff Roadtrip verbindet grundsätzlich die Freiheit mit dem Reisen. Währenddessen andere Reiseformen wie gebuchte Rundreisen und Auslandsbesuche in den meisten Fällen strukturiert und durchgeplant sind, besteht der typische Roadtrip aus Zufallsentscheidungen auf offener Straße. Wenn man beispielsweise mit seinem PKW oder Wohnmobile einen Roadtrip – Straßen Ausflug – unternehmen möchte, fährt man ohne viel Vorbereitung in ein beliebiges Reiseziel. Dabei verfolgt man klassischerweise keine Route, sondern man lässt sich von Lust und Laune treiben, bis man an dem gewünschten Reiseziel angekommen ist.

Durch die Spontanität und Flexibilität des Roadtrips lernt man seine Umgebung auf eine einzigartige Weise kennen. Durch die geringe oder nicht vorhandene Routenplanung entdeckt man beispielsweise Orte abseits der klassischen Touristenrouten und hat die Möglichkeit, Traditionen tiefer kennenzulernen.
Vorteile eines Roadtrips durch Europa
Wie bereits erwähnt, stammt der Begriff beziehungsweise die Idee des Roadtrips aus Nordamerika. Durch die Größe der Vereinigten Staaten können ihre Bewohner Stunden und sogar Tage lang eine Route verfolgen, ohne eine Grenze zu überfahren. Dies hat den Vorteil, dass die Teilnehmer des Ausflugs mit so gut wie keinen Gesetzesveränderungen rechnen müssen. Zwar bestimmen die 50 Staaten der USA unabhängig voneinander ihre eigenen Regelungen wie gewisse Gesetzte, jedoch sind die meisten Straßenverkehrsordnungen bundesübergreifend.

Neben den vorteilhaften Routen hat ein Roadtrip in den USA zudem den Vorteil, dass es vor Ort nur eine Landessprache gibt. Demnach müssen die Teilnehmer lediglich in der Lage sein, Englisch zu sprechen. Anders sieht dies bei einem Roadtrip in Europa aus:

Wer sich für einen Roadtrip in Europa interessiert, muss sich mit anderen Reisebedingungen vertraut machen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein freiheitsbezogener Ausflug mit dem Auto oder Wohnmobil nicht möglich ist. Die einzigen Gegebenheiten, die sich bei einem Roadtrip in Europa ändern, sind die Grenz- und Sprachbarrieren. Durch Europa streckt sich eine Route aus verschiedenen Sprachen und Verkehrsordnungen. Mit diesen gilt es sich kurz vor der Reise vertraut zu machen.

Trotz der Grenz- und Sprachbarrieren bieten Roadtrips in Europa einen Platz für Freiheit und Spontanität. Grund hierfür ist das EU-Bürger > Recht auf Freizügigkeit. Das Recht auf Freizügigkeit ermöglicht es Bürgern aus allen EU-Ländern, Grenzen ohne Visum zu überfahren. Ist man ein Bürger eines Schengen-Landes, so kann man zudem ohne Grenzkontrollen in und durch alle anderen Schengen-Länder reisen. Des Weiteren bietet Europa den Vorteil, dass die Länder relativ nah zueinander liegen und so gut wie keine Zeitverschiebung haben. Außerdem teilen sich die Länder nicht nur den Euro, sondern auch die meisten Impfbestimmungen.

Routenplanung: Autobahnvignette beachten
Entscheidet man sich für einen Roadtrip durch Europa, so müssen zusammengefasst die einzelnen > Verkehrsbestimmungen und Grundgesetze der Durchfahrtsländer durchgelesen werden. Eine besonders beliebte und einfache Route für einen Europaroadtrip ist die Strecke von Deutschland über Österreich nach Italien. Auf dieser Route liegen viele Sehenswürdigkeiten sowie atemberaubende Landschaftsbilder. Diese können mithilfe der minimalen Regeländerungen der Länder noch mehr genossen werden. Grundsätzlich empfiehlt es sich, folgende Verkehrsfragen in allen Durchfahrtsländern zu ermitteln.

•    Gibt es eine Lichtpflicht?
•    Wo liegt das Tempolimit auf den einzelnen Straßenarten?
•    Welche speziellen Vorfahrtsregeln gilt es zu beachten?
•    Wie hoch ist die Promillegrenze?
•    Welche Notrufnummern gibt es im Land?

Eine weitere wichtige Verkehrsfrage kann das Thema Autobahnvignette sein. Die sogenannte Vignette ist eine Bescheinigung, welche das Fahren auf Schnellstraßen und Autobahnen gegen eine minimale Gebühr erlaubt. In Europa benutzen insgesamt acht Länder dieses Bescheinigungssystem. Darunter Bulgarien, Österreich, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

Entscheidet man sich durch eines dieser Länder durchzufahren, so empfiehlt es sich, die Vignette vor dem Reiseantritt zu erwerben. Österreich bietet ihren Verkehrsteilnehmern hierbei die Möglichkeit, die Vignette online zu kaufen. Wer eine > digitale Vignette für Österreich online bestellen möchte, muss dabei lediglich seinen Fahrzeugtypen und die Länge des An- und Abreisedatums zur Berechnung des Preises angeben.


Europa Roadtrip: Weitere Vorkehrungen und Tipps
Nachdem eine Route gewählt und ihre Verkehrsbestimmungen ermittelt wurden, steht der Reise theoretisch nichts mehr im Weg. Dennoch gibt es ein Paar Vorkehrungen und Tipps, welche für den Erfolg des Roadtrips sprechen:

•    Tipp 1: Der Umgang mit Geld
Zwar ist der Euro in so gut wie allen EU-Ländern vertreten, jedoch spricht dies nicht für eine gebührenfreie Geldabhebung in den einzelnen Ländern. Genauso wie es in Deutschland von Bank zu Bank Gelbabhebungsgebühren gibt, müssen im Euroraum Gebühren bezahlt werden. Diese sind teilweise sehr hoch, weshalb es sich lohnt, mit etwas Bargeld zu reisen. Die Bargeldsumme sollte jedoch nicht zu hoch sein, da Bargeld immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Entscheidet man sich die Mitnahme von einer hohen Bargeldsumme, so sollte diese entsprechend aufbewahrt werden. So könnte man das Bargeld beispielsweise in einem versteckten Tresor im Auto unterbringen und das Bargeld nach Bedarf herausnehmen.

•    Tipp 2: Im Ausland richtig versichert
Bei einem Roadtrip kann eine gute länderübergreifende Kfz-Versicherung nützlich sein. Im Schadensfall übernimmt eine gute Versicherung die Kosten für eine Reparatur im Ausland ganz oder gewährleistet eine geringe Selbstbeteiligung. Die Versicherung sollte mindestens Schäden durch äußere Einflüsse wie Hagel und Feuer sowie die Kollision mit Tieren und anderen Verkehrsteilnehmern decken. Des Weiteren kann es bei einer Versicherung von Vorteil sein, wenn sie einen Glas-, Reifen- und Unterbodenschutz anbietet.

•    Tipp 3: Die Sprachbarriere durchbrechen
Genauso wie man sich auf die Bestimmungen der Grenzbarrieren in Europa vorbereiten kann, kann man sich auf die Sprachbarrieren vorbereiten. Nachdem alle Durchfahrtsländer bestimmt wurden, könnte man sich zum Beispiel ein Vokabelbuch mit den Muttersprachen der Länder kaufen. Eine weitere Möglichkeit wäre es, mithilfe diverser Übersetzungsapps die Sprachbarriere zu durchbrechen.

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