Lage
Region:
Emilia-Romagna
Provinz:
Parma

Verdi Geburtshaus
Öffnungszeiten
März-Oktober
9.30-12.30 und 15-19 Uhr
November-Februar
Sa 14.30-17 Uhr und
So 9.30-12.30 Uhr
und 14.30-17 Uhr montags geschlossen

Museo Civco di Villa Pallavicino
(Städtisches Museum)
Via Provesi 35 Öffnungszeiten
März-Oktober
9.30-12.30 Uhr und
15-19 Uhr
November bis Februar:
Sa 14.30-17 Uhr und
So 9.30-12.30 und
14.30-17 Uhr
montags geschlossen

Chiesa San Michele Art´ Angelo
Öffnungszeiten
8-12 und 16-19 Uhr
im Winter 8-12
und 15-18.30 Uhr
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Vielen Besuchern, die von Verdis Musik fasziniert sind, rieselt ein kleiner Schauer
über den Rücken, wenn sie das Geburtshaus des von den Italienern liebevoll Maestro genannten betreten. Wenn man bedenkt, das dieses einfache, vor kurzem restaurierte
Haus einem der größten Komponisten des vergangenen Jahrhunderts als Heimat diente,
ist dieses einzigartige Gefühl nur zu verständlich. Hier
begann das Leben und Schaffen
des wohl berühmtesten italienischen Komponisten, der mit seinen Opern bis heute
die Theaterhäuser in aller Welt füllt.
Im kleinen Vorgarten des Casa Natale steht eine Büste Verdis von G. Cantù, die zu
des Meisters 100. Geburtstag im Jahr 1913 errichtet wurde. In diesem schlichten
Haus im Zentrum von Roncole wurde Giuseppe Fortunino Francesco Verdi am Abend des
10. Oktober 1813 als Sohn von Carlo Verdi und Luigia Uttini geboren. Der Vater betrieb
im gleichen Haus eine kleine Schankstube und einen Krämerladen, Verdis Mutter arbeitete
als Spinnerin.
Während der Führung (auf italienisch oder englisch) durch das kleine, windschiefe
Häuschen, heute im Besitz der Gemeinde und unter Denkmalschutz stehend, lernt der
aufmerksame Besucher neben den schmalen Räumen auch die Geschichte des Maestros
und seiner Familie kennen. Im Erdgeschoss, rechter Hand neben dem Eingang, kommt
man durch die Küche in das Esszimmer. In der letzten Zeit wurden diese Räume mit
einigen Möbeln eingerichtet, um den Besuchern einen bildhafteren Eindruck in das
Leben Verdis zu vermitteln. Die schmalen Steinstufen führen hinauf in die erste
Etage, in das kleine Kinderzimmer, von dem aus Verdi immer einen Blick in den Pferdestall
hatte. Auch wenn es uns ungewöhnlich erscheint: Die warme Luft im Stall erwärmte
direkt auch das Zimmer der Kinder. Gerade in den feuchten Wintern war dies lebensnotwendig.
Wer die italienische Bauweise dieser Zeit (und auch die der heutigen Jahre) kennt,
weiß um die Feuchtigkeit und die dünnen Wände vieler norditalienischer Wohnungen.
Gleich neben Verdis Kinderzimmer liegt das elterliche Schlafzimmer. Der Blick aus
diesem, nur mit einem Bett und einer Truhe eingerichteten, Raum, der auch Verdis
Geburtszimmer war, fällt direkt auf die gegenüber stehende, sonnengelb gefärbte
Chiesa San Michele Arcangelo, ein Bau aus dem Hochmittelalter, mit einem schönen
Glockenturm. In der kleinen Kirche wurde Verdi in der ersten Kapelle in dem Steinbecken
rechts getauft, und hier erhielt er seinen ersten Unterricht an der Orgel von Pietro
Baistrocchi. In der Kirche kann man neben zahlreichen Andachtsfresken auch zwei
Gemälde von Pietro Balestra anschauen. In der Heiligen Woche vor Ostern ist in der
Chiesa das große Gemälde des Bühnenmalers Girolamo Magnani aus Fidenza zu sehen.
Unterhalb der Orgel befindet sich ein kleines Zimmer, in dem Erinnerungsstücke an
Verdi ausgestellt sind.
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