Lage
Region:
Emilia-Romagna
Provinz:
Parma

Teatro Giuseppe
Verdi
Piazza Verdi Öffnungszeiten
9.30-12.30 und 15-19 Uhr tgl. (wenn keine Proben)
November bis Februar: 9.30-12.30 und
14.30-17.30 Uhr
montags geschlossen

Museo Civco di Villa Pallavicino
(Städtisches Museum)
Via Provesi 35 Öffnungszeiten
März-Oktober
9.30-12.30 Uhr und
15-19 Uhr
November bis Februar:
Sa 14.30-17 Uhr und
So 9.30-12.30 und
14.30-17 Uhr
montags geschlossen

Salone Barezzi
Via Roma 119, im Privatbesitz Öffnungszeiten
an Sonn- und Feiertagen 10-12 Uhr und 15-18 Uhr, werktags nur nach Anmeldung
Telefon für Führungen 0524-92487
Ufficio Turistico Busseto
Palazzo Orlandi
Via Roma 56, im Privatbesitz Öffnungszeiten
nur auf Anfrage
Telefon: 0524-92708
Chiesa San Maria degli Angeli
Tagsüber geöffnet, nebenan befindet sich ein Franziskaner-Kloster,
das teilweise von Jugendlichen in der Freizeit genutzt wird.
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Innerhalb weniger Kilometer nordwestlicher Richtung gelangt man nach Busseto, wo
Verdi weiteren Orgelunterricht erhielt und als Privatlehrer arbeitete. Im Stadtzentrum,
auf dem Piazza Verdi, befindet sich das Teatro Giuseppe Verdi und ein bronzenes
Denkmal das Maestro. Dieses Denkmal, eine Arbeit des Bildhauers Luigi Secchi, wurde
im Jahr 1913 eingeweiht. Auch wenn der Meister das Theater nie persönlich betreten
hat, er hat sich gegen den Neubau des pompösen Opernhauses ausgesprochen, wird das
Teatro heute als eine Station im Leben Verdis den Touristen präsentiert. Sehenswert
ist es allemal. Im Stil der Mailänder Scala ist das kleine Theater großzügig mit
roter Seide und Plüsch ausgestattet. Die vergoldeten Logen verteilen sich auf drei
Etagen. Seit 1961 ist das Teatro der Ort des jährlichen Gesangswettbewerb "Concorso
internazionale die Voci Verdiane".
Casa Barezzi
Der Namensgeber des Hauses, Antonio Barezzi, war ein wohlhabender Kaufmann,
der die Musik liebte und finanziell förderte. Die Stadt Parma hat im Juli 1954 einen
Platz neben dem Teatro Regio nach ihm benannt. Verdi war für einige Jahre Privatlehrer
der Tochter Barezzis, Margherita Barezzi. Im Salon des Hauses (Salone Barezzi) hatte
der erst 16-Jährige Verdi im Februar 1830 seinen ersten Auftritt. In diesem Haus
begann auch die Liebesgeschichte zwischen Verdi und Margherita. 1832 ging Verdi
nach Mailand, gefördert von seinem Mäzen Antonio Barezzi und dem Parmeser Ferdinando
Provesi. Vier Jahre (1836) später heirateten Verdi und Margherita in Busseto. In
Mailand wurden Virginia und Icilio geboren, die jedoch beide Anfang 1840 verstarben.
Nur vier gemeinsame Ehejahre waren dem Paar Verdi vergönnt, als Margherita wenige
Monate nach den Kindern ebenfalls starb. Auch als im selben Jahr seine zweite Oper
(Un giorno di regno) ein Misserfolg wurde, spielte Verdi ernsthaft mit dem Gedanken,
das Komponieren zu beenden.
Heute können im Casa Barezzi das Klavier von Verdi und
einige Kohlezeichnungen vom jungen Verdi und seine Briefe besichtigt werden.
Palazzo Orlandi
Den im klassizistischen Stil erbauten Palazzo Orlandi kaufte Verdi 1845.
Hier lebte er von 1849 bis 1851 mit Giuseppina Strepponi zusammen. Die Strepponi,
mit dem bürgerlichen Namen Clelia Maria Josepha, hatte in Verdis großer Oper Nabucco
als Sopranistin die Hauptrolle inne. Im Palazzo entstanden Opern wie Luisa Miller
und Rigoletto. 1867 starb Verdis Vater in diesem Haus. Den Besucher erwarten heute
Einrichtungsgegenstände aus der Zeit Verdis sowie einige Handschriften und Erinnerungsstücke
an den Komponisten und den weltberühmten Dirigenten aus Parma, Arturo Toscanini,
der im Palazzo 1913 und 1926 zu Gast war.
Villa Pallavicino
Das Städtische Museum in der Villa Pallavicino liegt zauberhaft malerisch
in einem Pfirsichgarten. In das Museum gelangt man über einen dreigeteilten Eingangspavillon
aus dem 17. Jahrhundert. Im Innern der Villa verzaubern die Freskenmalereien von
Evangelista Draghi, Ilario Spolverini, Pietro Rubini und Stuckarbeiten von Carlo
Bossi (aus dem 18. Jahrhundert) den Besucher. Seit beinahe 50 Jahren hat hier das
Städtische Museum seinen Sitz. Hier wird anschaulich mit Zeichnungen, Möbeln und
Stickereien die Geschichte von Busseto dem neugierigen Besucher erzählt. Aber wohl
der Hauptgrund für Touristen, den Weg zum Museo Civico zu finden, sind die Erinnerungsstücke
an Verdi. So ist hier das Spinett, auf dem der Maestro als Kind in der Chiesa San
Maria degli Angeli gespielt hat, zu sehen.
Chiesa San Maria degli Angeli
Sehenswert ist auch die Chiesa San Maria degli Angeli in der Nähe des Städtischen
Museums. Verdi besuchte diese Kirche bereits als zehnjähriger Junge, und am 6. Januar
1836 hielt er hier ein Orgelkonzert. Ein Meisterwerk der emilianischen Bildhauerkunst
ist das im 15. Jahrhundert entstandene Skulptur "Compianto sul Cristo morto" (Die
Beweinung des toten Christus) von Guido Mazzoni. Im rechten Flügel befindet sich
das Gemälde von Antonio Campi mit der Madonna e Santi francescani, um 1580 entstanden.
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