Hotels in Mantua

Hotels Lombardei

Lage
Region:
Lombardei
Provinz:
Mantua


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Sabbioneta ist
Weltkulturerbe der UNESCO seit 2008.
Bereits die Ankunft durch
die Kaiserpforte, die Porta imperiale, vermittelt den
Eindruck eines im 400jährigen
Märchenschlaf liegenden Städtchens, das man nicht zufällig entdeckt, sondern bewusst
in seine Reiseroute einplant. An Sabbioneta, 30 Kilometer nördlich von Parma gelegen,
kann man beinahe vorüberfahren. Nur ein schmales Schild, mit der Aufschrift Centro
Storico, an der Bundesstraße 420 Parma-Mantova, weist auf dieses architektonische
Kleinod des ausgehenden 16. Jahrhunderts hin. Wer dann den Weg durch die Porta imperiale
findet, wird mit einzigartigen Sehenswürdigkeiten belohnt., die 300-Seelen-Gemeinde mit ihren
schmalen Gassen und winzigen Häusern zu erkunden. Nur wenige Stunden später, wenn die ersten Pullmans mit italienischen Kunstinteressierten anrollen, belebt sich
der Ort. Die Museen und Palazzi öffnen sich für die Besucher.
Im Rathaus unter den Arkaden werden im Tourismus-Büro Karten für die rund 75minütige
Führung durch den Palazzo Giardino, den Palazzo Ducale und das Teatro all`antica
(auch Teatro Olimpico) verkauft. 15 Uhr beginnt die in italienischer Sprache geführte
Zeitreise durch die herrlichen, mit Fresken im Stil des Manierismus geschmückten
Räume und Gänge der Palazzi. Im von außen recht unscheinbar wirkenden Palazzo Giardino,
der Sommerresidenz des Herzogs, überrascht die Üppigkeit der fröhlichen und von
der Natur inspirierten Fresken. Zarte Blütengebinde ranken sich an den Wänden, fantastische
Tiere und antike Menschenabbildungen wetteifern um die Aufmerksamkeit der Besucher.
Wohl der visuelle Höhepunkt im Palazzo ist der 96 Meter lange Korridor mit Malereien
an den Seitenwänden. Der Gang ist die drittlängste Galerie Italiens (nach den Uffizien
in Florenz und der Galleria delle Carte Geografiche im Vatikan in Rom). Heute ist
leider von den Kunstwerken, die zur Zeit Gonzagas die Galerie schmückten, nichts
mehr vorhanden. Das Teatro all`antica, nur 2 Minuten zu Fuß entfernt, versetzt uns
in die Zeit der Antike. Auf den halbförmig angeordneten Holztribünen lauscht man
den Ausführungen der Guida und hat einen Blick auf die Empore mit den Göttern des
Olymp. Im Theater werden heute noch vereinzelt Schauspiele aufgeführt. Der Palazzo
Ducale, im Frühjahr Ort einer Antiquitätenmesse, verzaubert mit schweren Holzdecken,
dem reich verzierten Arbeitszimmer des Fürsten, vier lebensgroßen Reiterstatuen,
der Ahnengalerie Gonzagas und einem Kamin aus rosafarbenen
Marmor aus Verona, gesäumt
von zwei Löwenstatuen.
Sabbioneta ist von einer breiten Stadtmauer umgeben. In Form eines unregelmäßigen,
sechseckigen Sterns schützten die dicken Mauern vor Eindringlingen. Dem Angriff
der österreichischen Kaiserin Maria Theresia konnte die Stadt jedoch nicht standhalten.
Sabbioneta wurde beinahe vollkommen ausgeplündert. Die Stadtmauer kann man heute
durch eine vom Unkraut befreite Allee umgehen und einen Blick auf die sechs Bollwerke
der Stadt werfen.
Sehenswert ist außerdem die Chiesa dell`Incoronata (Gekröntenkirche) mit dem Mausoleum
des Vespasiano Gonzaga und seiner Bronzestatue von Leone Leoni. Diese Kirche wurde
von 1586 bis 1588 erbaut und vom Herzog für seine Begräbnisstätte gewählt. Der kleine Ort wartet zudem mit der Chiesa del Carmine, einer Synagoge und dem Museo d`arte
Sacra (zeigt das Goldene Vlies von Gonzaga) auf.
Nach dem Rundgang lockt ein Besuch des Cafè Cecilia gegenüber des Palazzo Ducale.
Von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Piazza, kann im Cafe oder draußen
auf den Stühlen an einem Cappuccino nippen, dem italienischen "far niente" nachkommen
und den vielfältigen Eindrücken nachsinnen.
Kein Massentourismus zerstört die Idylle der Stadt. Gerade weil die meisten Touristen
nur auf einem zwei- bis dreistündigen Besuch hier verweilen, offenbart sich dem
übernachtenden Besucher am Abend ein einzigartiges Gefühl der Ruhe und die Langsamkeit
der Stadt und ihrer Bewohner.
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