Italien geniessen mit Italien.Info: Kalterer See - Südtirol
Italien genießen
Sie sind hier: Startseite > Ausgewählte Reiseziele > Cremona  
 Cremona
Ein Stück italienische Musikgeschichte


Lage

Region: Lombardei
Provinz: Cremona

Sehenswürdigkeiten neben Dom und Domplatz

Museo Stradivariano Via Palestro 17
Di-So 8.30 bis 18 Uhr,
So 9.15 bis 12.15  und
15-18 Uhr,
Mo geschlossen.
Zu sehen sind historische Violinen, Zeichnungen, Modelle und Handwerkszeug.

Palazzo del Comune
Piazza Duomo Ab Ostern sind die Sala die Violini Classici (Violinensaal) und einige Original-Geigen zu besichtigen. Die echte Stradivari von 1715 wird hier ausgestellt. Öffnungszeiten wie im Museo Stradivariano

Museo Civico
"Ala Ponzone"
Im Palazzo Affiatati, Via Ugolani Dati 4
Zu sehen sind die Pinakothek, Schnitzerein, Keramiken und archäologische Funde der Region.
Öffnungszeiten wie im Museo Stradivariano

Hochzeitshaus von Antonio Stradivari
Corso Garibaldi 57 (von außen zu besichtigen)


Denkmal von Stradivari
Piazza Roma


Teatro Ponchielli
Corso Vittorio Emanuele 52
Bau aus dem 19. Jahrhundert, zu besichtigen vor und während der Vorstellungen


Touristeninformation Piazza del Comune 5 unter den Arkaden
Mo-Sa 9.30 bis 12.30 Uhr und 15 bis 18 Uhr So 9.45 bis 12.15 Uhr
Der Norden Italiens - ein Mekka für Freunde der klassischen Musik. Nach Parma, Milano und Verona zählt die lombardische Provinzhauptstadt Cremona mit ihren knapp 80.000 Einwohnern zu den für Musikfreunde auf dem Reiseplan stehenden Besuchen. Die ehemals römische Kolonie war die Heimat Antonio Stradivaris. Hier wurde der Meister des Geigenbaus im Jahr 1644 geboren. Und was wäre unsere Musik-Welt ohne die Geige, die hier erstmals im Jahr 1535 mit dem Holz aus den Dolomiten gefertigt wurde? Seit beinahe 500 Jahren nun ist die Stadt am Po der bedeutendste italienische Ort für Violinenbauer. In engen, alten Gassen und belebten Strassen kann man hinter einfachem Fensterglas direkt den Geigenbauern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Wer der italienischen Sprache mächtig ist, wird nicht abgewiesen, wenn er bei der Arbeit für wenige Minuten dabei sein möchte. Und manchmal kann man auf den Dächern der Stadt zum Trocknen aufgehängte Geigen sehen. Cremona ist neben dem Geigenbau auch für den Opern-Komponisten Claudio Monteverdi bekannt, der in der Stadt geboren und im Jahr 1567 getauft wurde. Mit seiner in Florenz entstandenen Oper "Orfeo" begann die Zeit der italienischen Opernkultur, die bis zur Klassik die Bühnen Europas dominierten.

<

Das Herz Cremonas ist der Dom mit dem weiträumigen Platz, einer der schönsten Campi in Norditalien. Am frühen Nachmittag überqueren die Cremoner geschäftig den Platz und haben nur wenig Zeit, sich der Schönheit des Platzes zu erfreuen. Schulklassen drängen sich lachend und schreiend um ihren Geschichtslehrer, der ihnen die Storia des Doms schildert. Mit Beginn der Dämmerung ist die Piazza di Comune, in warmes Licht getaucht, ein beliebter Treffpunkt der Cremoner, um die neuesten Nachrichten über Politik und das Leben auszutauschen. Die helle Fassade aus roten und weißem Marmor und der Säulengang, der zu einem Spaziergang einlädt, bestimmen den ersten Eindruck des im 12. Jahrhundert errichteten Kirchengebäudes. Schön sind die große Fensterrosette und die zentrale Skulpturengruppe unter ihr. Das große Portal ist von zwei mächtigen Löwen gesäumt. Der König der Tiere, der Löwe, galt im Mittelalter als Symbol für königliche Würde, Macht, Wachsamkeit, Mut und Gerechtigkeit. Das Innere des Doms ist reich an Fresken aus dem 16. Jahrhundert im Mittelschiff, Wandteppichen und zwei Renaissancekanzeln.

In unmittelbarer Nachbarschaft reckt sich Italiens höchster Glockenturm stolz in den Himmel. Liebevoll von den Einheimischen "Torrazzo" genannt, ist der Turm das von weitem sichtbare Wahrzeichen Cremonas. 111 Meter an Höhe misst der imposante Turm. Rund 500 Stufen müssen erklommen werden, um zur Spitze zu gelangen. Keine leichte Übung. Wer die Mühen jedoch auf sich nimmt, wird mit einer unvergesslichen Aussicht belohnt. Alles am Torrazzo ist gigantisch, so auch die Uhr mit einem Durchmesser von neun (!) Metern. Sie stammt aus der Zeit der Renaissance. Das nächste, auf dem Piazza befindliche Bauwerk ist das im Jahr 1167 gebaute Baptisterium. Hier zeigt sich die Romanik in ihrer architektonisch-schönen Form. Kennzeichen des Battistero ist der oktagonale (achteckige) Aufbau. Das Baptisterium war mehrere Jahrhunderte lang das Zentrum des religiösen Lebens, galt aber auch als Platz des zivilen Lebens. Zwei der drei Original-Porten sind heute verschlossen. Zum Platz gehört zudem der Palazzo del Comune, in dem wertvolle Geigen ausgestellt sind.

Cremona ist auch einen Einkaufsausflug wert. Wer lieber gemächlich einkaufen geht und vom menschenüberströmten, hektischen Mailand die Nase voll hat, wird sich in der ehemaligen Bischofsstadt Cremona wohlfühlen. Zahlreiche Boutiquen, Filialen der italienischen Modehäuser und kleine Bars mit Cafetischen vor dem Eingang laden ein, den Sightseeing-Tag mit einem Schaufensterbummel und einem cremigen Cappuccino zu beenden.


Copyright © Doreén Pick