
Frühjahr – die beste
Zeit für den Aktivurlaub: Wanderer auf den Maultierpfaden des Cilento.
Original-Rezept
Pastiera (12 Portionen)
Zutaten für den Mürbeteig:
500 g Mehl,
3 Eier
200 g Zucker
200 g Butter
Zutaten für die Füllung:
300 g Milch
600 g gekochter Weizen,
30 g Butter
1 geriebene Orangen- bzw. Zitronenschale.
Die Zutaten für die Füllung in einen Kochtopf geben, kochen lassen und dabei gut
rühren, bis die Mischung cremig wird.
700 g Ricotta, 600 g Zucker, 7 ganze Eier und ein Päckchen Vanillin, 2 Ampullen
Orangenblüten separat mixen, der Mischung hinzufügen und zu einer glatten Masse
verarbeiten.
Eine runde Backform mit Butter einfetten und den Mürbeteig darin ausrollen, dann
die Füllung dazugeben.
Die Pastiera mit Mürbeteigstreifen dekorieren. Im Ofen ca. 1 Stunde backen (Mittelhitze).
Abkühlen lassen und mit Vanillezucker bestreuen.

Buon Appetito!
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Im Cilento, Italiens unbekannten Süden, sind die Oster-Feiertage reich an religiösen
Zeremonien, kulinarischen Bräuchen und familiärem Beisammensein. Auch Urlauber kommen
im April voll auf ihre Kosten – fernab der Massen.
Wenn am Abend des Venerdi Santo, am Karfreitag, die Einwohner der 2.000-Einwohner-Gemeinde
Pisciotta zusammenkommen, nimmt eine beeindruckende Zeremonie ihren Lauf: In einer
langen Prozession zieht eine Bruderschaft von Laien – bekleidet mit Kapuzen und
langen Gewändern – von der Kirche SS. Pietro e Paolo zur Kapelle Il Calvario am
Rande des alten Ortskerns. Begleitet von schwerer Musik, die als Canzonina del Venerdi
Santo (Liedchen vom Karfreitag) von einem Einheimischen komponiert wurde, und einer
hochverehrten Marienstatue. Dahinter folgen Hunderte von Gläubigen.
Karfreitags-Prozessionen blicken in vielen Orten Süditaliens auf eine alte Tradition
zurück. Besonders beeindruckend und ursprünglich sind sie z.B. in Pisciotta im Süden
des Nationalparks und UNESCO-Weltkulturerbes Cilento.
Dem religiösen Brauch entsprechend, sind Karfreitag und Karsamstag von Entbehrungen
geprägt. So wird etwa auf Fleisch oder Süßspeisen ganz verzichtet.

Traditionelle Karfreitagsprozession in Pisciotta: Eine
Bruderschaft von Laien trägt eine hoch verehrte Marienstatue.
Ostersonntag – Pasqua
Das höchste Fest der Christenheit, die Auferstehung Jesu Christi, feiern
die Süditaliener mit einem üppigen Mahl, zubereitet aus Zicklein- und Lamm-Fleisch.
Nicht fehlen dürfen freilich auch der Osterkuchen Pastiera und das Teiggebäck Pasta
frolla. Zum Ostersonntag gehört aber auch der Besuch der Ahnen. Die gepflegten und
an Ostern mit Blumen reich verzierten Gräber stehen oft im Gegensatz zu den armen
Orten im Landesinneren, in denen die Zeit seit dem Mittelalter angehalten zu sein
scheint.
Pasquetta, der Familientag
Zum richtigen Familienfest wird schließlich der Ostermontag, die Pasquetta. Wenn
Punkt Mittag alle Geschäfte schließen und in den Straßen völlige Ruhe einkehrt,
versammeln sich die Familien im Cilento zum großen „Reste-Essen“: Bei diesem traditionellen
Mahl werden alle Überreste des Ostersonntags und der Tage davor zu einer Torta rustica
pasquale verarbeitet, die im Ofen gebacken wird. Danach folgt – kollektiv und unübersehbar
– ein Ausflug ins Grüne. Kein Picknick-Platz bleibt frei, wenn die Familien mit
Campingtischen und Liegestühlen ausrücken und etwa die schönsten Flecken an der
Küste, am Monte Cervati oder am Monte Sacro bevölkern.
Aktiv-Urlaub
Das Frühjahr ist die beste Zeit für Aktiv-Urlauber. naturlaub hält seinen
Kunden Tipps für Wander- und Radtouren bereit. Wer den Cilento lieber per Pferd
erkunden möchte, ist bei Vincenzo Merola auf dem Landgut Isca delle Donne in Palinuro
gut aufgehoben: Seine ein- und zweitägigen Reittouren führen entlang der Küste,
durch mittelalterliche Bergorte und auf den Monte Bulgheria.
© Raphael Mankau / naturlaub
Nachdruck und Verwertung des Inhalts (Vervielfältigung, Übersetzung, Verfilmung,
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– der Cilento-Spezialist
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