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Luigi (links) leitet mit Leidenschaft das urgemütliche
Ristorante „Paese Vechhio“ in San Lorenzo Nuovo. Die Spezialitäten seines Kochs
sind einfach umwerfend. Foto Brockes
Der Limonenlikör „Limonchello“ ist
süffig und erfreut sich in Italien seit jeher großer Beliebtheit. Auch bei den Bewohnern
der Tuscia gehört er als „Verdauungsschnäpschen“ auf jeden Tisch. Dieser Digestif
findet mittlerweile auch bei uns immer mehr Freunde. Und am besten schmeckt er natürlich
selbst gemacht – ohne Konservierungsmittel.

Für die viel zitierten italienischen Momente im Leben, hier das
Rezept:
Zutaten
- 12 Zitronen (diese dürfen gerne noch etwas grün sein)
- 1 Liter Alkohol (95%)
- 700 Gramm Zucker
- 1 Liter Wasser
Und
so wird er gemacht:
Die Zitronen werden gewaschen und mit einem Kartoffelschäler
dünn geschält. Darauf achten,
dass nichts von dem weißen Schalenfleisch der Zitronen
hinzu kommt, da dieses sehr bitter ist.
In einem großen Glasgefäß werden die Schalen mit dem Alkohol übergossen und zugedeckt.
An einem dunklen, kühlen Ort mindestens 10 bis 14 Tage ziehen lassen.
Danach wird der Zucker in einem Topf mit Wasser erhitzt und aufgelöst. Gut abkühlen
lassen.
Die Zitronenschalen aus dem Glasgefäß filtern (z. B. mit einem Kaffeefilter) und
das Gemisch mit dem Zuckerwasser übergießen. In Flaschen abfüllen und in den Kühlschrank
stellen.
Tipp: Der „Limoncello“ schmeckt am besten eisgekühlt.
Salute!

Natürlich kann man den fruchtigen „Limoncello“ auch fertig
kaufen. Fragen Sie nach bei Ihrem Lieblingsitaliener oder in gut sortierten Fachgeschäften.
Am besten schmeckt er natürlich da, wo er zuhause ist: in Italien! |
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Wer
kennt sie nicht, die schönen Dinge aus Italien: die Freundlichkeit und die
Lebenslust seiner Bewohner, die an Kunstschätzen überreichen
Städte und natürlich
die Spezialitäten einer von regionalen Traditionen geprägten Küche?
Lauschige Buchten, die nur schwer einzusehen sind, erreicht man in der Regel nur
mit einem Boot.
Wenn am Bolsenasee die Rede von Essen und Trinken ist, nehmen die weithin geschätzten
und geschmackvollen Süßwasserfische einen Ehrenplatz ein. Hierbei handelt es sich
um Aale, Blaufelchen, Flussbarsche, Schleien, Hechte, Ährenfische, Weißfische, Großköpfe
und Forellen.
Das bekannteste und typischste Fischgericht am Lago di Bolsena ist die „sborscia“,
eine Fischsuppe, bei der Schleie, Hecht, Aal und Flussbarsch zusammen mit Kartoffelscheiben,
Zwiebeln und Minze gekocht und mit Olivenöl, Salz und scharfer Paprikaschote gewürzt
werden.
Als eine weitere Delikatesse gilt in Bolsena die Schleiesuppe mit kleinen Bandnudeln
und Erbsen. Blaufelchen wiederum schmecken vorzüglich vom Grill oder gekocht mit
grüner Soße.
Neben Fisch spielen die Fleischgerichte eine wichtige Rolle in der einheimischen
Küche. Vor allem Schweinefleisch, das auf viele verschiedene Arten zubereitet wird:
Würstchen, Schnitzel, Kotletts, am Spieß gebratene Schweinsleber, Schinken und das
berühmte, mit Fenchel gewürzte, Spanferkel. Beliebt ist auch Lammbraten vom Grill.
Vom Rind hingegen werden die Innereien bevorzugt. Saftige Kaninchen und knusprig
gebratene Täubchen stellen weitere Gaumenfreuden dar. Natürlich wird alles mit feinstem
kaltgepressten Olivenöl gekocht bzw. gebraten. Auf den Hügeln des Bolsenasees, in
etwa 400 Meter Höhe, erstreckt sich das Landgut Bruno Battaglini. Die Azienda Battaglini schöpft aus der Erfahrung von drei Generationen, sowohl bei der Herstellung von
Olivenöl als auch beim Anbau der typischen Olivensorten „moraiolo“, „caninese“,
frantoio“. Die Oliven werden von Hand gepflückt und innerhalb von 24 Stunden kalt
gepresst (Höchsttemperatur 28° C.). So bleiben die natürlichen Substanzen der frischen
Oliven erhalten.

Bei
diesem Anblick läuft einem doch
das Wasser im Munde zusammen. Foto
Brockes
Aber auch Gemüsefreunde kommen hier auf ihre Kosten. Reichlich
wachsen rund um den Bolsenasee Zucchini, Möhren, Mangold, Bohnen, rote Beete, Tomaten,
Wirsing, Sellerie und vieles andere mehr. Mit dem frischen Gemüse lassen sich im
Sommer köstliche Suppen mit Zucchini oder Bohnenkerne herstellen. Oder Rohkostsalate
in allen möglichen Variationen. Beliebt sind Dipps aus Öl, Pfeffer und Salz oder
mit wilden Kräutern. Im Winter bietet die einheimische Küche vorwiegend Hülsenfrüchte:
Bohnen, Kichererbsen, Linsen und dicke Bohnen, die für deftige und geschmackvolle
Eintöpfe und Nudelsuppen verwendet werden.
Fast hätten wir den wichtigsten Gang vergessen: die Antipasti, die die ausgedehnte
Mahlzeit einleiten. Diese appetitanregenden Vorspeisen sind ebenso vielfältig wie
die übrig Küche. Großer Beliebtheit erfreuen sich jedoch die Bruschette, geröstete
Brotschnitten mit variablen Zutaten: Knoblauch, Öl und Salz, Tomate und Basilikum,
Leberpastete, Oliven- und Artischockencrême.
Sehr rustikal und ausgezeichnet sind in dieser Gegend Gebäck und Süßspeisen, wie
„tozzetti“ und Makkaroni mit Nüssen, ein süßes Gericht, das an Heiligabend auch
als erster Gang serviert wird. Nicht zu vergessen die große Vielfalt der Kuchen,
Torten und Törtchen.
Zu jedem typischen Gericht wird der passende Wein gereicht. Gerne darf es der bekannte
EST! EST!! EST!!! aus Montefiascone sein, der trocken oder lieblich sein kann, bis
zu den kräftigen Weinen aus verschiedenen Rebsorten, die an den Hängen aus der Colli
Volsini gedeihen, vom roten Cannaiola di Marta bis zum Aleatico, einem aromatischen
Süßwein aus Gradoli. Damit die üppigen Speisen auch gut verdaut werden können, empfiehlt
es sich zum abschließenden Café einen Grappa zu trinken oder den berühmten „Limonicello“
zu verkosten. Dieser Zitronenschnaps schmeckt natürlich am besten selbst gemacht;
aus frischen Zitrusfrüchten, Wasser, Alkohol und Zucker. Anschließend lässt man
diesen zirka 10 Tage ziehen, bis er sich zum Trinkgenuss eignet. Dieser süße Schnaps
wird eiskalt serviert.
Die Menschen pflegen eine einfache Küche, die
aber ungemein schmackhaft ist und
voller Aroma steckt. Allein für diese regionale Kochkunst lohnt ein Abstecher in
die Tuscia.
Übrigens: In Italien muss man in jedem Restaurant und in jeder Pizzeria einen Pauschalpreis
für den Platz und das Brot auf dem Tisch bezahlen. Pane e coperto heißt das. Das
findet sich auf jeder Rechnung und wird pro Kopf berechnet.
© Simone Brockes Nachdruck und Verwertung des Inhalts (Vervielfältigung,
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Genehmigung des Pressebüros PR & MORE Simone Brockes, www.simone-brockes.de
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